Schäden vom Zuviel Trinken

Leberschäden

Je mehr und je häufiger jemand trinkt, desto schwerer sind die Schäden. Schon nach ein bis zwei Wochen übermässigen Konsums entsteht eine Fettleber, weil Fett in der Leber eingelagert wird. Das Fett wird wieder abgebaut, wenn man nicht mehr trinkt. Beim Weitertrinken gibt’s eine Leberzirrhose: d.h. die Leber „zerlegt“ sich quasi selber, sie stirbt ab. Dies führt nach Jahren dazu, dass die Leber nicht mehr arbeitet und das führt zum Koma/Tod. Abstinenz verlängert die Überlebensdauer sehr deutlich.

Nervenerkrankungen

Zuerst gibt es ein immer stärkeres Zittern der Arme und Beine (zuerst als Entzugssymptom, dann dauerhaft). Dazu kommen Bewegungsstörungen: dies sind Entzugssymptome und klingen nach einigen Wochen ab. Zuletzt entsteht eine Polyneuropathie. Das heisst zuerst Kribbeln, dann Taubheitsgefühle, dann Schmerzen in den Beinen. Dazu gehört Unsicherheit beim Gehen, Muskelkrämpfe und die Störung der Lageempfindung. Das heisst, man spürt seine Beine nicht mehr, geht wie auf Stelzen. Das geht auch bei jahrelanger Nüchternheit nicht mehr zurück und kann in schlimmen Fällen auch bei  totaler Abstinenz aussehen, wie wenn ein stark Betrunkener geht.

Andere körperliche Schäden:

diverse Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, Herz-Kreislauf- Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck), Blutarmut und Gerinnungs- störungen, ungenügende Spermaproduktion, Lust und Potenz gehen zurück, Schäden am ungeborenen Kind (Kleinwuchs, Gesichtsdeformation, später Wachstumsstörungen, Hyperaktivität, d.h. Überaktivität).

Psychische Schäden:

dazu gehört der Rausch und das Alkoholentzugssyndrom (=„Kater“) danach: Kopfschmerzen, Schwindel, Schwitzen, Zittern, Angst, Depression, epileptische Anfälle, Erbrechen, Durchfall, niedriger Blutdruck und Herzrasen
dazu gehört auch eine Veränderung der Persönlichkeit bei langjährigem hohen Konsum: zuviel Alkohol führt mit der Zeit zu Willensschwäche, extremen Gefühlsschwankungen, Kritiklosigkeit, Schwanken zwischen Sentimentalität und Brutalität, Reizbarkeit, Zerfallen von moralisch-ethischen Werten, Minderwertigkeitsgefühle, Angeberei.

Alkoholbedingte Hirnkrankheiten:

Hirnatrophie (Schrumpfen des Hirns) führt zu einer kleineren Leistungsfähigkeit des Gehirns (verminderte Konzentrationsfähigkeit, Koordination, Lösen ungewohnter Aufgaben, etc.) bis zur alkoholischen Verblödung mit Bewegungsschwierigkeiten, Sprachschwierigkeiten, Desorientiertheit oder sogar  massiven Gedächtnislücken (die dann mit Erfundenem gefüllt werden), Apathie, Unsicherheit beim Gehen und Stehen.

Soziale Folgeschäden: 

  • Familie: die Kinder und Angehörigen leiden mit
  • Beruf/Arbeit: berufliche Schwierigkeiten wegen intellektuellen  Leistungseinbussen, Gleichgültigkeit und fehlender Initiative. "Krankheitsausfälle" sind fast doppelt so häufig. Laut SUVA sind bei fast 45% der Betriebsunfälle Alkohol im Spiel. Entlassungen sind häufig und führen zu finanziellen Problemen und grossen Schulden (und damit zu einem neuen Grund zu trinken)
  • Sozialer Abstieg durch Stellenverlust, Rückstufung oder Schulden (6 Bier pro Tag mal 3.50 SFr. = 21.- mal 30 Tage = 630.-/ Monat nur für den Alkoholkonsum!)
  • FiaZ: Das heisst „Fahren im angetrunkenen Zustand“ und darauf folgt Fahrausweisentzug. Dies ist für die meisten eine unheimliche Kränkung. Eventuell ist die Arbeitsstelle gefährdet deswegen.
  • Straftaten sind im Rausch häufiger: dazu gehören vor allem: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Vergewaltigungen, grundlose Gewalttätigkeit und anderes mehr.


Rubrik: Alkohol und dein Körper

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